Ein ganz normaler Donnerstag…

Andrea Kappler

Ein ganz normaler Donnerstag…

…plötzlich läutet das Telefon. Am anderen Ende mein Ehemann. Planänderung meint er, er würde heute Mittag gerne zum Essen kommen. Okay.
Mit Planänderungen kann ich meist ganz gut umgehen.

Ich erzähle dir diese Vorgeschichte, weil Planänderungen manchmal auch Stress verursachen können, oft jedoch, jedenfalls nach meinem Erleben, bezaubernde Geschenke im Gepäck haben können.

Ich gehe also einkaufen.  Das, was ich an diesem Tag gerne kochen möchte, befindet sich noch nicht im Kühlschrank.
Zum Glück hatte ich den Vormittag für Büroarbeiten und andere Orga-Tätigkeiten freigehalten, so dass ich noch fortfahren konnte.

Im Laden kaufe ich mein Obst und Gemüse. Dabei fällt mir im Augenwinkel eine Frau auf, die mir irgendwie bekannt vorkommt…Woher könnte ich sie kennen? Eine Klientin vielleicht? Es beschäftigt mich für einen Moment.

Gleich ein paar Schritte weiter treffe ich eine andere Frau, die ich schon lange, dafür aber nicht so gut kenne. Wir kommen ins Gespräch. Mitfühlend und liebevoll spricht sie mich auf die furchtbare Krankheit meines Mannes an und wir haben, zwischen Müsli und Hafermilch, ein wunderschönes Herzensgespräch. Am Ende nimmt sie mich lange in den Arm.

Sehr berührt von diesem Geschenk gehe ich weiter.Ich bezahle meine Ware und fühle mich, wie so häufig, am richtigen Platz und geküßt vom Leben, obwohl der Kopf sicherlich sagen könnte: “das ändert deine Situation nicht!”

Am Ausgang begegnet mir wieder diese Frau, die ich zuvor schon einmal gesehen hatte und nicht einordnen konnte. Ich spreche sie an: “Verzeihung, aber sie kommen mir irgendwie so bekannt vor. Kann es sein, dass wir uns kennen?”

Sie schaut mich an. Etwas verduzt und sagt dann: “Andrea”. So, als könne sie es nicht fassen, dass ich sie siezte. Mein Hirn ratterte. Sie kannte meinen Namen…Dann fiel langsam der Groschen, sie nannte mir ihren Namen und ich erinnerte mich, obwohl ich tatsächlich nicht mehr wusste, dass sie auch bei mir in der Praxis gewesen war.

Sie wolle mir schon so lange etwas mitteilen, meint sie geheimnisvoll. Ich horche auf.

Ich hätte ihr einmal in einer Session etwas migegeben,  was ihr ganzes Leben komplett verändert habe.


Oha, mein Gedächtnis. Ich konnte mich gar nicht erinnern, dass wir vor langer Zeit tatsächlich miteinander gearbeitet hatten. Jetzt war ich wirklich sehr gespannt.

Solche Situationen habe ich schon mehrmals erlebt und jedes Mal hat es mir ein wunderschönes Gefühl gegeben. Menschen nannten irgendeinen Satz oder etwas, was sie berührt und bewegt hat und heute noch wissen und ich weiß manchmal gar nicht mehr, dass ich jemals zu ihnen so gesprochen haben soll…

Ein tiefes Gefühl von Sinnhaftigkeit und Dankbarkeit durchflutet mich stets dabei .

Was war es genau, was bei ihr nun das ganze Leben verändert hat, so wie sie es nennt?

Damals riet ich ihr, dass sie sich ein Dankbarkeits-Tagebuch zulegen könne und darin jeden Tag alles aufschreiben, wofür sie an diesem Tag dankbar ist.

Sie hat genau das umgesetzt und aus ihrem Tun entstanden  Erfahrungen und große Transformation…

Drei Jahre lang hat sie jeden Tag geschrieben, manchmal sogar nachts. Strahlend und in großer Ruhe erzählt sie mir das heute an diesem Donnerstag -Vormittag zwischen den elektrischen Türen des Einkafsmarktes. Heute sei sie inzwischen selbst systemischer Coach und gebe auch diese Erfahrung an Andere weiter.

Wie cool. Wie heilig. Wie fruchtbringend für andere, die gerade an diesem Punkt ihres Lebens stehen.

Was mir selbst geschenkt wurde potenziert sich, immer und immer wieder.

Das wofür ich brenne, entzündet viele Andere immer weiter. Für dieses tiefe Glücks-Gefühl lebe ich. Das ist Fülle für mich.

Unendlich dankbar fahre ich von diesem Einkauf nach Hause und freue mich, dass mein Mann beschlossen hat heute überraschend zum Mittagessen nach Hause zu kommen.

UND DU?

Für was brennst DU? Mit welchen Gaben beschenkst du die Welt und spürst, dass das genau Deines ist.

Ich bin überzeugt, dass jede/r von uns etwas hat, womit er anderen Menschen dienen und die Welt befruchten kann.

Ich brenne dafür Menschen zu helfen in Frieden zu kommen. In Frieden mit sich, dem Leben, damit alles fließen kann und Spaß macht und ein neues Gefühl von Dankbarkeit auslösen kann.

Schau, das Leben verlangt von mir gerade richtig viel. Mein lieber Mann, den ich endlich gefunden habe, hat eine Krankheit für die es laut Schulmedizin weder Heilung noch Medikamente gibt, sondern nur einen gnadenlos schlechter werdenden Verlauf. Der Weg ist oft schwer und manchmal will ich fast aufgeben.

Doch ich bin so dankbar dafür, dass ich da stehe, wo ich stehe. Dass ich meine eigene SeelenFriedenArbeit zu einem ganz großen Teil gemacht habe. Denn ich bin mir sicher, früher wäre ich an einer solchen Situation zerbrochen. Heute lerne ich meine Lektionen und gehe weiter und fühle mich geführt und getragen.

Und das, was ich an Befreiung erlebt habe, wünsche ich mir für alle Menschen und begleite jeden, der sich das selbst ebenfalls wünscht und sich von mir dabei begleiten lassen möchte.

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