SeelenFriedenStiften (1)

Andrea Kappler

SeelenFriedenStiften (1)

SeelenFriedenStiften

Andrea Kappler

Frieden ist die anspruchsvolle Tätigkeit des erhobenen Herzens

In unserem dualen Denken ist mit dem Wort “Frieden” oft die Abwesenheit von Krieg gemeint.

Wir wünschen uns Frieden unter anderem deshalb, weil wir den Krieg hassen, Angst vor ihm haben, Wir wollen unser Leben friedlich nach unseren Wünschen gestalten…

Ich selbst bin in einer Familie aufgewachsen, in der die Folgen des 2. Weltkrieges noch deutlich zu spüren sind. Ich bin ein Kriegsenkel und habe den Krieg selbst nicht einmal miterlebt. Doch der Krieg in meiner Familie wurde nie beendet und so entwickelte sich in mir schon von Kindheit an eine große Sehnsucht nach Frieden. Ich engagierte mich für den Frieden und doch war auch in mir der Krieg noch nicht beendet. Ich führte ihn gegen mich selbst…Und viel tun das noch immer.

Frieden ist die anspruchsvolle Tätigkeit des erhobenen Herzens

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen feststellen, dass das, was in der Politik geschieht, immer weniger den eigenen Vorstellungen von Frieden entspricht und viele stellen sich die Frage, welche Möglichkeiten es geben könnte, den Wunsch nach Frieden erfüllen und welchen Beitrag der Einzelne zu einer besseren Welt denn überhaupt leisten kann. Leider erlebe ich oft, dass Menschen an diesem Punkt aber auch resignieren und glauben, sie hätten als Einzelne keine Macht.

Doch ich behaupte:

Jeder Einzelne ist wichtig für den Frieden in der Welt !

Es ist überhaupt nicht egal, wie wir handeln, fühlen und denken!

Ich merke, dass ich damit immer wieder auf einsamen Posten stehe, weil ich davon so sehr überzeugt bin.

Und doch treibt mich etwas an, ein Wunsch vielleicht, eine Sehnsucht ? Für mich fühlt es sich an wie eine tiefe Überzeugung, ein Wissen , dass es sich lohnt die Menschen zu ermutigen eigene Friedensarbeit zu leisten. Einige, die kenne und zum Teil auch begleiten darf, tun dies schon eine ganze Zeit lang. Ich beobachte auch, dass die Ereignisse des Lebens die Menschen immer wieder mehr oder weniger unsanft darauf aufmerksam machen, dass sie etwas in sich verändern müssen. Meine täglichen Erfahrungen als SeelenFriedenStifterin möchte ich einfach mehr teilen, weil ich daran glaube, dass jeder Mensch, der mit sich in den Frieden gekommen ist einen unschätzbaren Dienst und Beitrag für den von uns allen ersehnten Frieden in der Welt beiträgt.

Heute, und sicherlich auch die nächste Zeit, möchte ich über Definitionen von “Frieden” sinnieren, die aus der geistigen Welt an mein Ohr gekommen sind und mich zutiefst begeistert haben.

Eine Definition von Frieden lautet:

Frieden ist die anspruchsvolle Tätigkeit des erhobenen Herzens”

Frieden muss aktiv dort geschlossen werden, wo immer noch Krieg herrscht. Um die Politik kümmere ich mich in diesem Beitrag erst einmal nicht, denn wenn man genau hinschaut, entdeckt man, dass Deutschland selbst sogar noch nicht einmal einen Friedensvertrag hat nach dem Krieg…

Frieden im Außen gibt es erst dann, wenn wir in Frieden sind und in unserem Inneren Frieden geschlossen haben. Jeder kann dabei bei sich selbst beginnen. Wo bekämpfen wir uns noch selbst, den Nachbarn oder erleben Bereiche unseres Lebens als “Kampf” ? Wo fehlt die Freude, die Kreativität? Das Glück? Was braucht es, um diesen Zustand zu ändern?

Frieden schließen” stellt  den Anspruch an jeden Einzelnen, selbst tätig zu werden, sich dem zu stellen und es ändern zu wollen. Nicht zu warten, nicht zu dulden, nicht auszusitzen, sondern zu handeln.

1. Schritt: Erkenne, dass Frieden heisst, dass du aktiv werden musst…

Mache dich auf den Weg, um zu entdecken, was in dir nicht im Frieden ist. Mit was bist du unzufrieden? Was hättest du gerne anders in deinem Leben? Mit welchen Personen hättest du gerne ein liebevolles Verhältnis? Ist dein Körper ein Ausdruck des Friedens in dir? Liebst du das, was du täglich tust?

Falls nicht, dann mache dir klar, dass du die Wahl hast. Du hast die Wahl fortan innere Friedensarbeit zu leisten und in dir Frieden zu schließen, was noch im Unfrieden ist und aktiv Frieden zu leben, so wie du ihn dir wünschst in dieser Welt.

2. Übernehme die Verantwortung für dich selbst und deinen Anteil an einer friedlicheren Welt…

Damit kannst du fast nicht mehr über andere schimpfen, die in deinen Augen nicht richtig handeln. Zum einen hast du dafür gar keine Zeit, weil dein eigener Friedensprozess ja deine Aufmerksamkeit fordert und du siehst, dass es immer leichter ist zu schimpfen, als selbst zu handeln.

Ich kenne es natürlich sehr gut, mich aufzuregen und in das, was wir täglich präsentiert bekommen völlig hineinzu gehen. Doch mal ganz ehrlich, wem bringt das etwas? Beantworte es dir mal selbst…

Entscheidest du dich aber dafür deine Welt in Frieden zu bringen, deine Kriegsschauplätze anzugehen und dein Leben in Ordnung zu bringen, dann hast du dich für dich selbst entschieden und das ist ein wichtiger Schritt. Meist macht es Sinn sich auf diesem Weg begleiten zu lassen, dafür stehen wir als Wegbegleiter und SeelenFriedenStifter ja gerne für dich bereit. Denn oft sind wir innerhalb unseres bekannten Systems hilflos, ich nenne es “betriebsblind”.

Indem du nun die Verantwortung für dich und den Frieden in dir übernimmst, geschieht noch etwas Entscheidendes: Du bist von da ab kein Opfer mehr. Und das ist die Voraussetzung, um überhaupt erst einmal Veränderung erfahren zu können.

3. Beginne dich zu bewegen, in Gedanken, im Handeln, mit dem Körper….

Laufe los. Du wirst bemerken, dass deine Absicht nun Frieden stiften zu wollen  in dir vieles in Gnag bringt.  Deine innere Ausrichtung alles zu tun, um deinen Friedensvertrag zu Papier zu bringen, wird dich genau dahin führen , wo es noch notwendig ist aufzuräumen und hinzuschauen.. Du wirst möglicherweise auch erleben, dass wer “tätig” sein will, auch mit seinem inneren Täter versöhnt sein muss. Es gilt, das Täter-Opfer-Retter-Spiel zu durchschauen, bevor man daraus aussteigen kann…

4. Würdige, dass “Frieden schließen” eine anspruchsvolle Tätigkeit ist…

Es ist ein Weg, Frieden zu schließen und es ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Deshalb würdige Dich für Deine Entscheidung und den Mut, den Du aufbringst diesen Weg zu gehen. Und es ist ein Weg von dem du noch wenig Ahnung hast, wer du selbst als Friedenskind am Ende einmal sein wirst. Woher denn auch. Du hast dich auf die Reise begeben, um neue Erfahrungen zu machen. Erfahrungen, die du noch nicht gemacht hast und für die es in deiner Welt wahrscheinlich noch nicht einmal Worte gibt. Dankbarkeit für alles, was ist wird ein schlüssel sein, der dir neue Türen eröffnet.

 

5. Lerne mit deinem Herzen zu sehen…

Wir lernen in unserer Gesellschaft unseren Verstand zu präzisieren, alles zu zerlegen, zu analysieren. Das können die meisten von uns wirklich perfekt. Was oft viel zu kurz kommt, das ist unser Herz, unser Wohlwollen, unsere Liebe.

Wir haben auch mal gelernt, dass die Liebe das Größte ist und es nichts Größeres gibt. Auch die Medizin lehrt, dass das Herz der Motor des Lebens ist und wenn das Herz bedroht ist, ist gleich auch das Leben bedroht, was bei anderen Organen nicht zwangsläufig so sein muss.

Doch dieses Wissen hat nicht dazu geführt, dass wir unser Herz an die oberste Stelle setzen und es auch wirklich öffnen, aus ihm heraus leben und handeln. Das Gehirn wird immer noch wichtiger genommen als das Herz. Dabei finden wir im Herzen unser wahres Wesen, unsere Liebe, unsere Weisheit und nur das, was wir in unser Herz nehmen können, mit dem können wir auch Frieden schließen.

Es gab triftige Gründe für uns, schmerzhafte Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass wir irgendwann beschlossen haben lieber unser Herz zu verschließen. Keine Frage. Doch wir brauchen alle unsere Herzen, wenn wir Frieden suchen.

Das erste, was wir spüren, wenn wir es wieder öffnen, ist dann eben oft auch der “alte, weggesteckte Schmerz”, die Trauer, die Verletzungen, die dort noch warten, um ebenfalls in Frieden zu kommen. Deshalb fürchten sich viele Menschen davor, sich wieder mit ihrem Herzen zu verbinden, es zu öffnen oder es gar sprechen zu lassen.

Ein geöffnetes Herz kennt keinen Krieg. Es kennt Klarheit, Bestimmtheit und die Bereitschaft für sich einzutreten, aber ein geöffnetes Herz kann einfach nicht anders als lieben. Das ist nun mal sein Job. 

6. Erhebe dein Herz…

Erheben ist ein spirituelles Wort. Ich kenne es aus Chorälen und spirituellen Gesängen und ich verbinde damit ein überwältigendes Gefühl. Es drückt für mich aus, dass es noch etwas Höheres gibt, dass auch mein irdisches Herz noch etwas Höheres kennt mit dem es verbunden sein kann. In dem Moment, indem man sein Herz erhebt, verändert sich die Dimension der eigenen Welt. Dieses Gefühl mit allem verbunden zu sein, ein Teil des Ganzen und das Gefühl einfach Seele zu sein, das kann entstehen, wenn das geöffnete Herz sich erhebt.

In diesem Gefühl gibt es das Thema Krieg oder Frieden gar nicht mehr. Ein Zeichen dafür, dass im erhobenen Herzen dann wohl  auch der Schlüssel zur Überwindung der Kriege liegt.

Ein spiritueller Weg. Ein ganzheitlicher Weg, der ganz konkrete Auswirkungen  auf unserem Planeten hat.

Tja, so viele Worte braucht es, um eine Version von Frieden zu beschreiben…

Und doch wird man es nur dann ganz verstehen könne, wenn man selbst seine eigenen Erfahrungen macht.

Ich wünsche uns allen Frieden und Mut und Lust für diese anspruchsvolle Tätigkeit unseres erhobenen Herzens.

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