22 Dezember: Stillstand und Einheit

Andrea Kappler

22 Dezember: Stillstand und Einheit

Ein Mondjahr hat 12 mal 28 tägige Zyklen. Das ergeben 354 Tage. Unser Kalender hat aber 364 Tage und alle vier Jahre 365. Das ergibt eine Differenz von 12 Tagen. Diese fehlenden Tage gelten seit alters her als besonders mystisch, weil sie irgendwie außerhalb der Zeit der Mondzyklen liegen. Der 22.12., also heute, zählt da noch nicht dazu. Vom 21. bis 24.12. ist die Erde in einer Art Stillstand, weil sich die Richtung ändert. Ich stelle es mir manchmal vor wie ein großes Einatmen und Luft anhalten, bevor wieder ausgeatmet wird. Dabei kann man besonders die Einheit spüren.

So wie wir uns auf dem Weg aus der Co-Abhängigkeit lernen abzugrenzen von krankmachenden Strukturen und von anderen Menschen, um uns selbst zu spüren und zu leben, so geht es nach diesem Prozess irgendwann wieder darum, wahrzunehmen, dass wir alle eins sind und jeder mit dem anderen auf einer höheren Ebene verbunden ist. Keiner kann etwas tun, ohne dass dies Einfluss auf alle anderen hat. Jedes Teilchen dieses Kosmos trägt auch die Information aller Teilchen in sich und steht deshalb auch in Verbindung damit. Dies lehrt uns die Quantenphysik. Keiner kann etwas denken oder tun, ohne damit Einfluss zu nehmen auf das große Ganze. Diese Einheit sich bewusst zu machen, zu verinnerlichen und für die Heilung zu nutzen ist wahrscheinlich die gemeinsame Lernaufgabe aller Menschen dieser Erde. Es wird darum gehen gemeinsame Lebensbedingungen zu schaffen, die nicht auf Kosten von Teilen der Gemeinschaft geht, denn wir alle sind ja betroffen.

Recht philosophisch heute, aber vielleicht kommt ja rüber, was gemeint ist. Ich bin überzeugt, dass wir alle dieses Wissen tief in uns tragen.

Heute sehe ich mich und ich sehe den anderen. Ich sehe, was uns verbindet und fühle, dass wir eins sind. Wir kommen aus der Einheit und gehen dorthin auch wieder zurück.

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