21.Dezember: Wintersonnwend

Gemäß einer alten Tradition feiern wir seit Jahren das Wintersonnwendfest bei uns auf der Terrasse.  Es wird auch Julfest genannt. Heute ist Tag- und Nachtgleiche, die längste Nacht des Jahres. In der dunkelsten und längsten Nacht des Jahres feiern wir, dass das Licht wieder geboren wird. Die Sonne steht extrem tief in dieser Zeit, das Licht glänzt und schimmert golden und in feinen Farbnuancen. Empfindsame Menschen können jetzt in dieser Zeit, in der draußen alles stillsteht, noch mehr die Aktivitäten der unsichtbaren Welt wahrnehmen. Wir feiern das Julfest auch darum, um daran zu erinnern, dass das Licht bereits gesiegt hat, aber auch in Erinnerung an unsere Ahnen, für die jetzt die schwierigste Zeit des Jahres bevorstand. Es war keinesfalls klar, dass alle diesen Winter gesundheitlich überstehen würden und auch nicht, dass das Essen oder die Wärme ausreichen würden, um einen langen kalten Winter unbeschadet überstehen zu können. In Zeiten des Wohlstandes, des elektrischen Lichtes, der vollen Supermärkte und der bereitstehenden Krankenhäuser sicherlich  Gedanken, die weit in den Hintergrund gerückt sind. Es geht darum, in dieser Zeit in die Stille zu gehen, nach innen – dies ist für den modernen Menschen dadurch sicherlich schwerer geworden. Astrologisch gesehen ist jetzt der Jahreswechsel, der Übergang des Alten in das neue Jahr anzusiedeln.

Es geht darum Bilanz zu ziehen über das vergangene Jahr. 

Wir machen uns am Feuer gemeinsam Gedanken über: 

1. Für was bin ich dankbar in diesem Jahr?

2. Wer hat uns und sein Erdendasein in diesem Jahr verlassen?

   Gibt es dazu noch etwas zu klären und loszulassen? Auszusprechen und zu würdigen?

3. Was möchte ich an Erlebtem oder Anhaftendem von diesem Jahr endgültig im alten Jahr lassen und    

   transformieren? Genau das geben wir symbolisch auch ins Feuer.

4. Was möchte ich im neuen Jahr von meinen inneren Schätzen ins Leben bringen?

   Was will ich erreichen? Wobei bitte ich um besondere Führung?

Heute gebe ich alles ins Feuer, was sich verwandeln darf und bitte, wenn ich leer geworden bin meine Höhere Macht mich zu leiten und zu führen.

 

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