Warst du schon in den Brombeeren?

Andrea Kappler

Warst du schon in den Brombeeren?

Am Sonntag waren Stefan und ich unterwegs, um Holunder zu ernten. Leider waren die Beeren schon sehr ausgetrocknet durch das fehlende Wasser der letzten Wochen. Da wir nicht mit leeren Händen zurück kommen wollten, freuten wir uns über die schönen Brombeeren, die wir fanden und ein paar Gläser herrliche Marmelade ergaben. Da es diese feinen Beeren jetzt gerade gibt und ihr vielleicht am kommenden Wochenende auch noch welche holen möchtet, habe ich mal alles Wissenswerte über diese Pflanze zusammengetragen. Wie wir ja auch auf den Kräuterwanderungen oft erwähnen, kann man diese Pflanze durchaus nicht nur zur Erntezeit der Beeren für seine Gesundheit nutzen.

 

Brombeere

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Rubus fruticosus

Familie: Rosaceae

Es gibt über hundert Arten.

Herkunft/Vorkommen:

Europa, Asien, später auch Amerika und Asien

Geschichte:

Sie waren schon in der Antike sowohl den Ägyptern, Greichen als auch den Römern bekannt.

Damals schon bei

Halsschmerzen: Blättertee

Wundmittel

Blutungen

Brombeere und andere siedeln gern am Rand des kultivierten Landes bzw. werden dorthim zurückgedrängt oder auch als willkommener lebender Schutzzaun vor Wind, Wetter und anderen Unbilden gepflanzt und gepflegt. Z Beginn der Sesshaftigkeit der Menschen bildeten solche Hecken überall das Randbiotop der inselhaften kleinen Zivilisationen und damit eine wichtige Abgrenzung und einen wertvllen Schutz vor der Wildnis außerhalb. Das Zaungehege war für unsere Vorfahren ein magischer Ort.

Andere Namen:

Bramel, Feldschwarzbeere, Frombeere, Hirschbollen, Hundsbeere, Moren, Rahmbeere, Schwarze Haubeere

Blütezeit:

Mai bis November

Inhaltsstoffe und Eigenschaften:

Wichtigste Inhaltsstoffe der Blätter: Gerbstoffe (bis 14%) und Flavonoide, Fruchtsäuren (Zitronensäure, Apfelsäure, Oxalsäure), Provitamin A, Vitamin E, B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer. Antioxidantien, Kalium

Eigenschaften:

gefäßverengend, harntreibend, tonisch,

Blätter: verdauungsregulierend,entzündungshemmend, blutreinigend

Früchte: harntreibend, erkältungslindernd

Beeren: Vitamin C, Pektin, Fruchtsäure

  • Desserts mit Joghurt, Quark und Eis
  • Kuchen
  • Fruchtsaft1. Kalter Brombeersaft bei Fieber, Heiserkeit und Schluckbeschwerden:3l Beeren zerdrücken, mit 2l Wasser und 40g Zitronensäure vermischen. Zdecken und ab und z mit Holzlöffel umrühren, 24h stehen lassen. Dann abfiltern und pro ltr. Saft 3/4kg Zucker beifügen und auflösen. In keimfreie Flaschen gießen.
  • Einfrieren
  • Fruchtessig
  • Fruchtsirup
  • Gebäck
  • Fruchtafstrich
  • Marmelade
  • Kompott
  • Fruchtwein
  • Spirituosen
  • trocknen (z.B. für Tee)
  • fermentierte Blätter als Schwarztee-Ersatz (2TL pro Tasse)

Für medizinische Zewcke verwendet man die Blätter und Blüten als Tee und Aufguß zum Gurgeln:

Tee: – Durchfall, der nicht auf organische Erkrankung zurückgeht.

– Hämorrhiden

– Blasenentzündung

      • Husten, Bronchitis (zsammen mit Huflattich und Spitzwegerich)
      • Menstrationsbeschwerden
      • Schlafbeschwerden
      • gemischt mit Himbeerblätter, Hagebutten, Pfefferminze oder Apfel als Wintertee
      • Haut
      • mit Salbei mischbar

Zubereitung: 1TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen.

Aufguß: leichte Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Auflage: von frischen, zerquetschten Blättern beschleunigen die Heilung von Entzündungen. 100G frisch zerquetschte Blätter mit wenig Wasser anrühren, 3 Std. stehen lassen, dünn auftragen.

Junge Blattaustriebe im April gehackt für Salatsaucen oder Kräutermischungen,

für Spinatzubereitungen mit anderen Blattgemüsen (z.B. Taubnessel) und anderen Gemüsegerichten, z.B. Gemüsefüllungen von Frühlingsrollen.

Ausgereifte Blätter können bis in den September hinein gesammelt und frisch oder getrocknet als Tee verwendet werden.

Liköre

1. Brombeerlikör für 2 Flaschen:

1kg Brombeeren

500ml Alkohol (70 Vol.-%)

700g Zucker

200ml Pflamenschnaps

breites Glas zum Reifen

Sieb

Kaffeefilter

Beeren putzen, waschen,mite ienr Gabel zerdrücken, in ein breites Glas geben und mit Alkohol übergießen. An einem kühlen Ort abgedeckt 3 Wochen ziehen lassen, dann abseihen und dabei den Alkohol auffangen.

Die Beeren mit Zucker und 500ml Wasser so lange kochen, bis sich der Zcker auflöst. Dann abkühlen lassen, abseihen und mit dem Pflaumenschnaps zum Alkohol geben. Gut durchrühren, durch sehr feinen Filter abseihen und in Flasxchen füllen. Die Flasch gut verschließen und an einem kühlen Ort ca. 1 Monat lang reifen lassen.

Brombeerlikör mit Zimt

250g Brombeeren

150g weißer Kandis

1 Zimtstange

700ml Korn

breites Glas zum Reifen

Kaffeefilter

Beeren putzen, waschen, zerdrücken und mit dem Zucker und der Zimtstange in ein breites Glas geben. Mit dem Korn auffüllen und 6-8 Wochen ziehen lassen. Dann durch Sieb, den Likör in eine gut verschließbare Flasche füllen und noch ca. 4-6 Wochen ruhen lassen.

Beide Rezepte aus Kräuterliköre und Heilschnäpse. Spezialitäten aus der Alpenküche

Brombeerlikör, andere Variante

1kg Beeren mit ½ l Weingeist und ½ l Kornschnaps in eine Flasche gefüllt und 3 Wochen gefüllt verkorkt dunkel und kühl gestellt. Danach filtern. Den Fruchtrückstand kocht man mit ½ l Wasser auf, wieder durchseihen nd mit ¾ kg Zucker 5 Min. wallend aufkochen und zum vorher gewonnenen Alkohol dazu gießen. In dunkle Flaschen füllen und dnkel lagern.

Brombeerschnaps

½ kg zerdrückte reife Brombeeren mit ¾ l hochprozentigem Kornschnaps in ein weithalsiges Gefäß füllen und 6 Wochen an der Sonne reifen lassen. Abseihen. Nd noch ein zweites Mal durch Leintuch. ½ kg Zucker mit ¼ l Wasser aufgekocht und zum Brombeer-Schnaps-Gemisch gegeben. Gut verrühren mit dem Alkohol und in Flaschen abfüllen.

Aus Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch

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